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Nadelgehölze - Koniferen Drucken E-Mail
Sequoiadendron giganteum - Mammutbaum
Diese Pflanzen gehören zu einer besonderen Gruppe. Die Nadelholzgewächse oder auch Koniferen (Coniferae) genannt, von lateinisch conifera = „Zapfenträger", gehören zusammen mit den Palmfarnen, den Ginkgopflanzen und den Gnetophyta zu den Nacktsamigen Pflanzen (Gymnospermae). Im Sprachgebrauch werden oft die Begriffe Koniferen, Nadelgehölze und Nadelbäume synonym verwendet. Man meint damit die botanische Gruppe der Coniferae und die Ginkgo-Pflanzen. Die meisten Pflanzen sind Bäume oder Sträucher und tragen Zapfen. Eiben, Wacholder und Ginkgo haben aber auch beerenartige Früchte.
 
Nadelholzgewächse gibt es fast überall auf der Welt. Schwerpunkt sind jedoch die gemäßigten Gebiete der Nordhemisphäre bis zur Taiga. In den Tropen findet man nur eine Gattung, die Steineiben (Podocarpus). An geeigneten Standorten sind die Nadelholzgehölze oft die dominierenden Pflanzen. Sie bilden Wälder.

zu beachten bei der Verwendung:
Viele bei uns gebräuchliche Nadelbäume werden sehr groß. Das wird in Hausgärten oft problematisch. Sie passen nicht in jedes Landschaftsbild. Die großen und meist sehr dichten Kronen beschatten den Garten und das Haus. Bei großen Exemplaren behelfen sich manche, in dem Sie von unten die Äste entfernen, also aufasten. Das Aussehen dieser Bäume ist damit aber verunstaltet. Häufig sind die "Blaufichten" (eigentlich Blaue Stechfichte Picea pungens 'Glauca') in Siedlungen anzutreffen, die dann immer wieder aufgeastet werden. Große Fichten, Tannen, Kiefern und Lärchen gehören nur sparsam in große Gärten und dass eher noch im Bergland. Wenn die Bäume aber den Platz und die Zeit haben, sich zu entwickeln, können diese sehr schön aussehen und gewinnen sogar noch im Alter.

niedrige Koniferen
In kleinen Gärten und Vorgärten sind niedrige Koniferen oder Zwergnadelgehölze sehr beliebt. Es gibt langsamwüchsige Sorten ihrer größeren Verwandten. Nicht selten sind solche Sorten in der Natur gefundene zwergwüchsige Mutationen, wie z.B. so genannte Hexenbesen. Bekanntestes Beispiel ist die Zuckerhutfichte Picea glauca 'Conica'. Niedrige Koniferen gibt es in kriechenden, hängenden und säulenartigen Formen. Oft wurde auch die Färbung der Nadeln bzw. Schüppchen züchterisch bearbeitet. So gibt es eine unüberschaubare Menge an Sorten von kleinen Koniferen.

Dieser Formenreichtum darf aber nich dazu verleiten, wahllos viele verschiedene Sorten neneben einander zu pflanzen, wie man es leider in vielen Vorgärten sieht. Nur einzelne auffällige, bizarre Einzelpflanzen verwendet man neben neutralen, unauffälligeren Exemplaren. Sie dürfen nicht zu dicht gepflanzt werden.

Hecken aus Nadelgehölzen
Einige Nadelbäume sind sehr gut schnittverträglich und lassen sich als dichte und (bis auf Lärche) immergrüne Hecke pflegen.